Willkommen auf der Website der Lotseninsel Schleimünde

Unser FÖJ-Blog

Das sind wir, Selma (links) und Mirjam (rechts) auf der schönen Lotseninsel!

Freiwilliges Ökologisches Jahr 2017/18

“Hi, wir sind Mirjam und Selma, die neuen FÖJler von der Lighthouse Foundation.“ Diesen Satz werden wir in Zukunft wohl noch öfter sagen. Es gibt eben sehr viele Leute, die uns neu kennenlernen... :)

Wir werden oft gefragt was genau wir denn bei der Lighthouse Foundation machen. Mit diesem Blog wollen wir allen, die daran interessiert sind, einen Einblick verschaffen. Viel Spaß beim Lesen!

Unser zweiter Arbeitsplatz: Die schöne Lotseninsel Schleimünde

Abschlussseminar Sylt

Von unserer kleinen Insel in der Ostsee hat es uns vor kurzem auf eine größere Insel in der Nordsee gezogen. Das Abschlussseminar meines FÖJs haben wir mit den restlichen 150 Freiwilligen aus Schleswig-Holstein auf Sylt verbracht. Es ist nicht schwierig dieses Seminar rückwirkend zu beschreiben: Es war nämlich einfach nur schön! All die Leute wieder zu treffen, die man über das Jahr hinweg kennen gelernt hat und mit vielen verscheidenen Menschen Zeit verbringen. Und all das an einem so schönen Ort wie Sylt.
(Mehr oder weniger) glücklicherweise waren wir relativ fern ab vom Schuss untergebracht, auf einem Zeltplatz zwischen Rantum und Hörnum, also ziemlich im Süden. Der Zeltplatz namens Strandläufernest lag direkt an der Wattseite und man konnte so ziemlich von jedem Ort das Wasser sehen, wenn es denn mal da war ... Bei guter Sicht konnte man bei Ebbe sogar die Seehundbank samt Seehunde sehen! Um zum Sandstrand zu gelangen mussten wir nur einmal die Straße überqueren und durch die Dünen stapfen. Ein wirklich schönes Bild, wenn die Sonne gerade untergeht und der Wind durch die Dünen fegt - richtig norddeutsches Feeling! Geschlafen haben wir in circa 15-Mann Zelten, was praktisch war, denn durch so viele Menschen war es immer angenehm warm im Zelt, denn das Wetter hat leider nicht wirklich gut mitgespielt. Es hat zwar nicht viel geregnet, doch es war durchgehend bewölkt und windig und deshalb recht kalt. Überraschender Weise hatten wir trotzdem fast alle am zweiten Tag einen Sonnenbrand, da durch das Reizklima auf Sylt die Sonne die Haut viel schneller angreift als sonst. Selma sah also eine Woche lang aus wie ein Tomate.

Das Seminar hatte neben der gut genutzten Freizeit mit netten Leuten auch noch ein sehr gut ausgearbeitetes Programm. Wir haben uns mit essbaren und Heilpflanzen beschäftigt, das Forschungszentrum des Alfred-Wegener-Instituts angesehen, das Morsum Kliff besichtigt und mit unserer Seminargruppe das FÖJ ein wenig revue passieren lassen. Außerdem durften wir eine Wattwanderung mitmachen, was für uns total neu war und wir deshalb ziemlich cool fanden (auch wenn wir den Schlamm noch ein wenig mit uns rumgetragen haben, der ist echt hartnäckig!). Alles in allem hatten wir eine wunderbare Zeit auf dem Seminar und am Ende enstand eine doch recht melancholische Stimmung, als alle sich verabschiedet haben und man wusste, dass sich die Wege wahrscheinlich so schnell nicht wieder kreuzen werden.

Offentliggjort den: 11.06.2018

SBF-See

Nachdem Selma bereits erfolgreich ihren Rettungsschwimmschein erworben hat (den Mirjam schon vor dem FÖJ besaß), stand für uns gemeinsam nun die nächste Herausforderung an: die Sportbotführerscheinprüfung! Wir haben gebüffelt wie die Wilden und eine Navigationsaufgabe nach der anderen gelöst, rechtweisende Kurse berechnet und eingezeichnet, Peilungen markiert, Leuchtfeuer erkannt und Besteckversetzung bestimmt. Wir konnten nur noch in Kursen und Himmelsrichtungen reden, so voll war unser Kopf mit all diesem Wissen bepackt. Wir waren vor der Prüfung unegfähr so nervös war wie vor der Prüfung für den Autoführerschein. Die Prüfung bestand aus einer Theorieprüfung mit insgesamt fast 40 Fragen und einer Praxisprüfung, in der man die eigenen Fähigkeiten über Knoten und das Bootfahren an sich auf die Probe stellen muss. Wir mussten hierbei Anlegen, Ablegen, ein Boje-Über-Bord-Mannöver fahren (die Boje hieß Else und sollte unsere Schwiegermutter sein, die wir so schnell wie möglich wieder an Bord holen sollten - ich habe mir jegliche Kommentare hierzu verkniffen!), nach Kurs oder Landmarken fahren und auf der Stelle drehen. Das Boot war knappe 10 Meter lang und hatte zwei eigenständige Motoren, was einem zuerst als zusätzliche Herausforderung erscheint, doch eigentlich total praktisch ist, da das Boot sich damit leichter mannövrieren lässt - wenn man weiß wie. Mirjam und ich gehen also (immernoch recht nervös) an Bord und der Prüfer kommt gut gelaunt und motiviert an Bord gesprungen. Ein gutes Zeichen! Mirjam ist zuerst dran und meistert die Prüfung sehr gut, ich bekomme es auch besser hin als erwartet. Allerdings hat der Prüfer nach dem Wechsel der Prüflinge nicht gesagt, ob man bereits bestanden hat. Somit saßen wir, bis wir wieder angelegt haben, auf heißen Kohlen und warteten darauf, dass wir endlich eine Rückmeldung bekommen.
Aber glücklicher Weise haben wir beide die Prüfung bestanden und sind nun im Besitz eines SBF See, eines Sportbootführerscheins See, mit dem wir nun alle Gewässer, die keine Binnengewässer sind, befahren dürfen! Ein großes Erflogserlebnis und wir waren ziemlich stolz auf uns, denn Boot fahren ist eine ziemliche Gewöhnungssache. Alle Bewegungen sind anders, vor allem langsamer und zeitverzögert. Das Fortbewegen auf dem Wasser macht allerdings großen Spaß und wir freuen uns schon auf weitere Fahrten auf die Lotseninsel mit dem Stiftungsboot Balu!

Offentliggjort den: 30.06.2018

Mit FSJ auf der Insel

An diesem wunderschönen Dienstagmorgen machten wir uns wieder Richtung Insel. Die nächsten drei Tage ist eine Schulklasse aus Louisenlund auf der Insel und wieder mit dabei: die FSJlerin Franziska, mit der wir uns letztes mal angefreundet hatten.

Dieses Mal war die Schulklasse bereits in der Oberstufe, wodurch Themen deutlich tiefgehender behandelt werden konnten. Diese Klasse kam vom Internat Louisenlund, wo sie alle ihr International Baccalaurate (IB), also ein internationales Abitur, machen. Dementsprechend war die Gruppe interntional zusammengewürfelt, teilweise aus Deutschland, aber auch aus Venezuela, Dänemark, Russland, Spanien und anderen Ländern. Es war eine sehr lebendige und nette Gruppe, die sehr interessiert an dem ausgearbeiteten Programm war. Das Programm war interessanter Weise in den Grundzügen das selbe, das auch die jüngere Kindergruppe vor ein paar Wochen bearbeitet hat, doch dieses mal ging es thematisch mehr in die Tiefe. Wir haben uns mit Meereslebewesen, Plankton und den abiotischen Faktoren der Ostsee beschäftigt. Für die Schüler glücklicher Weise wurden dieses Mal keine Präsenationen angefertigt, sondern die Gruppen routiert, wodurch jeder jede Station einmal erarbeitet hat.

Abends durften die Schüler am Strand oder auf dem Steg den Tag ausklingen lassen und die Schönheit der Lotseninsel einfach genießen. Dasselbse haben wir mit Franziska ebenfalls gemacht und sind schwimmen gegangen, haben uns den Sonnenuntergang angesehen und Spiele gespielt.
Es war ein schöner Aufenthalt auf der Insel, auf den hoffentlich noch weitere folgen.

Offentliggjort den: 22.05.2018

Gäste auf der Insel

Mittwoch morgen begaben wir uns auf den altbekannten Weg zur Insel. Eine MINT-Schülergruppe von Luisenlund und anderen Schulen kam ins Lotsenhaus, um in vier Gruppen die Ostsee und Schlei zu erforschen. Wir FÖJler hatten unsere Mithilfe angeboten und somit waren wir mit von der Partie.

Als wir auf der Insel ankamen war typisches norddeutsches Wetter. Grauer Himmel und leichter Regen. Da war es auch kein Wunder, dass die Schüler und Betreuer sich ins Gewächshaus, das noch nicht lange steht und eine super Schutzmögichkeit bietet, zurückgezogen hatten. Umso mehr freuten sie sich, uns zu sehen als wir ihnen die Türen zum Lotsenhaus öffnen konnten. Nach einer kurzen Einweisung und dem Beziehen der Zimmer ging es los. Die Schüler der unteren Mittelstufe wurden schon im Unterricht in die verschiedenen Gruppen eingeteilt. Es gab eine Benthos-, eine Plankton-, eine abiotischen Faktoren- und eine Plastikgruppe. Alle Kinder konnten sich für ihr Thema begeistern.

An Tag 1 ging es darum, die Experimente und Beobachtungen zu ihrem Thema durchzuführen und zu dokumentieren. Dabei arbeiteten sie so eigenständig, das wir FÖJler uns zwischendurch um andere Aufgaben auf der Insel kümmern konnten.

Am zweiten Tag erstellten die Teilnehmer Präsentationen, um ihren Mitschülern ihre Ergebnisse zu zeigen. Am Abend saßen wir alle in der Küche der großen Wohnung und hörten uns die Vorträge an. Jede Gruppe war nun Experte in dem jeweiligen Thema und konnten somit alle Rückfragen beantworten und Verständnisprobleme auflösen.

Der dritte Tag war bereits der Abreisetag, hier wurde geputzt und das Haus geräumt, damit die nächste Gruppe alle ordentlich vor findet.

Obwohl der Aufenthalt der Schüler eine schulische Aktivität (auf die man sich extra Bewerben musste) war, hatten alle Spaß bei der Aktion. Außerdem freundeten wir uns mit der FSJlerin von Luisenlund an, die den Ausflug mitbetreute.

Offentliggjort den: 25.04.2018

Segelseminar Selma

Seit einigen Tagen bin ich (Selma) von meinem Segeltörn auf der Ostsee zurück und habe nach wie vor das Gefühl, alles würde schwanken. Sechs Tage waren 25 FÖJler auf der hohen See unterwegs und haben es bis auf die dänische Insel Ærø geschafft, ohne jemanden von uns zu verlieren (was schon was heißt, nachdem letztes Jahr ein FÖJler versehentlicher Weise am Hafen vergessen wurde...). Dieses Seminar war das erste der ganzen Seminare, bei dem wir untereinander gemischt waren. Zuvor hatten wir feste Seminargruppen von knapp 30 Leuten, die zusammen die Seminare verbracht haben. Dieses Mal haben wir uns frei in Gruppen eintragen, die zu unterschiedlichen Terminen mit verschiedenen Schiffen in See stechen. Auch wenn der Komfort auf einem Traditionssegler wie der Lovis, auf der ich unterwegs war, nicht unglaublich überzeugend war, es die ersten Tage geregnet hat und die Duschen in fast allen Häfen geschlossen waren, hatten wir FÖJler an Bord immer gute Laune und waren für ein paar Seemannslieder zu haben!

Für mich absolut überzeugend war das eigentliche Segeln. Ich habe nicht gedacht, dass wir tatsächlich jeden Tag fast von morgens bis abends auf dem Wasser unterwegs seien würden und konstant segeln könnten, doch wir hatten Glück und keinen Tag Flaute. Am letzten Tag mussten wir sogar die Segel früher einholen, weil der Wind und der Seegang zu stark waren und ein paar seekranke Menschleins das nicht gut abkonnten und wir ihr Unwohlsein nicht riskieren wollten.
Die Lovis ist ein  36,5 Meter langer Traditionssegler aus Metall mit zwei Masten, das heißt mit insgesamt drei Segeln: Einem Hauptsegel, einem Hintersegel (Besan) und drei Vorsegeln. Um die Segel zu hissen, wurden wir in drei Gruppen, entsprechend den Segeln, eingeteilt. Mein Segel war das Besansegel und immer, wenn wir alle in Position waren und das Segel hochgezogen werden konnte, hat unsere Bootsfrau laut "Zieht hoch den Besan!" gerufen und wir wussten, dass uns danach allen die Arme wehtun würden, denn das Setzen der Segel ist anstrengender als man denkt! Teilweise brauchten wir an einem Tau vier Leute, um das Segel in die endgültig richtige Position zu bringen. Am Anfang war es gar nicht einfach, sich zu merken, wann an welchem Tau gezogen werden muss und welcher Knoten wie gemacht wird, doch bereits am zweiten Tag hatten wir die Routine in den Handgriffen gefunden und die verschiedenen Knoten drauf!
Da sich das Besansegel im hinteren Teil der Schiffs und sich dort auf dem Achterdeck auch das Steuerrad befindet, haben wir uns immer in der Nähe des Skippers, also des Schiffsführers, aufgehalten. Zwischendurch musste der Skipper immer mal das Steuerrad verlassen und in seinen Navigationsraum verschwinden, um den Kurs zu überprüfen und gegebenenfalls Änderungen unserer Route zu berechnen. Wenn der Skipper nicht mehr auf dem Achterdeck war, musste natürlich das Steuerrad übernommen werden. Somit hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, den Traditionssegler zu steuern. Anfangs sind wir dadurch ziemlichen Slalom gefahren, da ein so großes Schiff sehr schwergängig ist und nur sehr langsam reagiert. Wenn ich also zu weit nach steuerbord gelegt habe, habe ich das erst mitbekommen, als das Schiff ein paar Momente später tatsächlich nach steuerbord gedreht hat und zwar recht schnell. Wenn ich dann nach backbord gegengelegt habe, dauert es natürlich wieder genauso lange, bis das Schiff in die entgegengesetzte Richtung dreht, und so ging es erst mal hin und her, bis ich ein wenig ein Gefühl dafür hatte, den Segler auf Kurs zu halten. Glücklicherweise habe ich mich nach ein bisschen Übung gar nicht so schlecht angestellt, weshalb mir die große Ehre zu teil wurde, an unserem letzten Abend das Schiff in die Schlei, einen Seitenarm der Ostsee, einsteuern zu dürfen. Es war bereits dunkel und die dreiköpfige Crew brauchte noch einen weiteren Helfer, weshalb der Skipper extra unter Deck kam und spezifisch nach mir gefragt hat, damit ich die Crew unterstützen kann - ich war ganz aufgeregt! In diesem Moment habe ich das erste (und einzige) Mal auf diesem Segeltörn eine Rettungsweste getragen. Auf meine Frage hin, ob wir die Westen jetzt tragen, damit die Lampe aufleuchtet, wenn wir ins Wasser fallen, wurde ich nur herzlich belächelt, denn eine Lampe haben die Dinger nicht! Aber sie geben mir ein bisschen Auftrieb, was ganz praktisch sei, denn wenn ich in dem Moment ins Wasser fallen würde, würde es wirklich lang dauern, bis ich geborgen werden könnte - wenn überhaupt, denn bei einsetzender Dunkelheit findet man schlecht eine von Bord gegangene Person. Es wäre tatsächlich keine schöne Angelegenheit gewesen, wenn jemand von Bord gegangen wäre, denn die Ostsee hatte nur knapp 2 Grad und in solchen Wassertemperaturen ist man nach weniger als fünf Minuten bewegungsunfähig und die schwere Kleidung und Schuhe würden einen nicht lange an der Wasseroberfläche verweilen lassen. Um diese Situation zu demonstrieren, sind wir ein Mann-über-Bord-Manöver gefahren, nur nicht mit Mann, sondern mit Boje über Bord. Bei voller Fahrt mit Motor wurde eine Boje von Bord gelassen und wir haben versucht, sie so schnell wie möglich wieder einzusammeln, indem wir mit dem gesamten Schiff ein Wendemanöver gefahren sind. Das ganze Spektakel hat knapp 12 Minuten gedauert und wir waren uns alle ziemlich sicher, dass in dieser Zeit kein Mensch mehr bei Bewusstsein geborgen werden könnte. Diese Situation wäre noch schlimmer, wenn jemand bei voller Fahrt mit gesetzten Segeln von Bord gehen würde, da hier erst einmal die Segel eingeholt werden müssten, um dann ein Wendemanöver zu fahren. Zum Glück ist alls gut gegangen und niemand hat unfreiwillig das Schiff verlassen.
Neben den aufregenden Erlebnissen des eigentlichen Segelns hatten wir natürlich auch inhaltliches Programm und zwei Ausflüge an die dänische Steilküste, während denen wir einmal aus gesammeltem Müll Kunstwerke hergestellt haben und einmal die meiste Zeit in der Sonne lagen, weil alle müde waren und Lust hatten, zu entspannen. Das Oberthema war "Auswirkungen des Menschen auf den Lebensraum Ostsee" und somit haben wir uns mit Plastikverschmutzung im Meer, Eutrophierung (Überdüngung von Gewässern), Klimawandel mit Fokus auf Versauerung der Ozeane, Geschichte des Ostseeraums, Geologie und Entstehung der Ostsee und Schleswig-Holsteins und zum Abschluss Algen und deren Nutzbarkeit beschäftigt - fun fact 1: Es gibt ein regeneratives Haus in Hamburg Wilhelmsburg mit dem Namen Algenhaus, das in seiner Hauswand Algen züchtet, die direkt als dafür genutzt werden, den Rohstoff für eine Biogasanlage zu produzieren und sich somit selbst versorgt. Fun fact 2: Ist es die Algen zu warm im Wasser, produzieren sie die Schwefelverbindung DMSP (Dimethylsulfoniumpropionat), was von Bakterien zu DMS (Dimethylsulfid) umgewandelt wird, was wiederum Wolkenbildung anregt. Algen sind also die eigentlichen Wassergötter, keine Frösche! Um uns dem Thema Algen noch mehr zu widmen, haben wir am selben Abend mit Algen gekocht: Sushi! Verrückt, dass wir auf einem Segelboot, auf dem man eigentlich so einfach wie möglich versucht zu kochen, Sushi machen. Es war definitiv sehr lecker und das stundenlange Röllchen rollen hat sich gelohnt! Im generellen hat sich jeglicher Aufwand für dieses Seminar gelohnt, da ich wirklich eine einmalige und unvergleichliche Zeit hatte! Ich hoffe, dass sich für mich nochmal die Möglichkeit ergibt, zu segeln. Es hat etwas Befreiendes und Beruhigendes, sich so weit draußen auf dem Meer nur mit Hilfe des Winds und der Strömung fortzubewegen und diese genau zu beobachten. Die wahrscheinlich schönsten Momente dieses Segeltörns waren jeden Morgen, als wir aus dem jeweiligen Hafen ausgefahren sind, die Segel gesetzt haben und dann den Motor ausgestellt haben. Diese Ruhe war unbeschreiblich schön.

Offentliggjort den: 02.04.2018

Kinder und Schüleruni

Immer mal wieder helfen wir bei der Kieler Forschungswerkstatt (KiFo) und deren Projekten, wie zum Beispiel der Kinderuni

Bei der Kinderuni handelt es sich um "Vorlesungen" bzw. Vorträge in denen Forschende aus ihrem Alltag und ihren Erlebnissen oder von Forschunsgergebnissen berichten. Dieses Semester ging das Projekt in seine zehnte Runde. Mit insgesamt fünf "Vorlesungen" bezauberten die Dozenten hunderte von Kindern. 

Wir waren dabei, haben beim Auf- und Abbau der Bühne und es Ticketstandes tatkräftig mitgeholfen, haben Stempelheften gestempelt und versucht, Ordnung in den Hörsaal zu bringen. 

Angefangen mit der Antwort warum es auf unserer Erde so schön warm ist, über die Herkunft des Kakaos in der Schokolade, oder die Schätze in den tiefen der Ostsee. Aber auch die Robben kamen nicht zu kurz.

Als gelungenen Abschluss hielten Mitarbeiter der KiFo einen Vortrag über ihr Projekt: die "Plastikpiraten". Leider war das Projekt erfolgreich. Etliche Schulklassen fanden viel Plastikmüll in Flüssen und Bächen Deutschlands. Die entnommenen Proben enthielten sehr oft viel Mikroplastik. (Ein Thema mit dem man sich unbedingt auseinander gesetzt haben muss!)

Die Kinder waren von den Forschern und ihren Erlebnissen begeistert und uns würde es nicht wundern, wenn das Interesse des einen oder anderen Kindes an der Forschung geweckt wurde.

 

 

Offentliggjort den: 21.03.2018

Drittes FÖJ-Seminar

Nachdem wir vergangenen November unser zweites FÖJ-Seminar in Glücksburg verbracht haben, ging es diesen Januar aufs Land nach Ulsnis an der Schlei. In einem Schullandheim untergebracht haben wir uns fünf Tage lang mit den Themen Ernährung, Landwirtschaft, Konsum und Lebensstile auseinandergesetzt. Hierfür haben wir zwei Bauernhöfe besucht: Einen konventionellen Bauern und einen Demeter-zertifizierten Bauern. Beide Bauern konnten gute Argumente vorweisen, warum sie einen konventionellen oder einen bio-zertifizierten Betrieb betreiben. Das schlimme Bild, das oft über konventionelle Bauernhöfe gezeichnet wird, können wir nach unserem Ausflug dorthin nicht bestätigen, denn auch der konventionelle Bauer hält seinen Tiere vorschriftsgemäß und artgerecht. Natürlich ist trotzdem ein Unterschied in der Haltung der Tiere zu sehen, und vor allem auch eine Haltung gegenüber der Tiere. Während der konventionelle Bauer die Kühe wegen ihrer Milch hält und somit natürlich auf seinen Gewinn bedacht ist, ist der Bio-Bauer viel eher auf das Wohlergehen der Kühe gerichtet. Man muss in diesem Fall allerdings auch beachten, dass der Bio-Bauer seinen Fokus auf Rapsanbau und die Produktion von Öl aus diesem legt, währenddem der konventionelle Bauer seinen gesamten Gewinn aus der Milchproduktion erhält.  
Ein anderes Thema, mit dem wir uns auseinandergesetzt haben, waren verschiedene Ernährungsformen. Dafür haben wir uns in kleinen Gruppen kurze Theaterstücke ausgedacht und uns dann gegenseitig vorgetragen. Es sind in der kurzen Zeit wirklich schöne und auch berührende Endergebnisse herausgekommen. So haben sich in einem Stück die verschiedenen Ernährungstypen, von vegan über flexitarisch bis hin zu frutarisch, vorgestellt und gleichzeitig gegenseitig versucht bloßzustellen, in einem anderen Stück die Akzeptanz von verschiedenen Ernährungstypen in einer Familie dargestellt oder Obst, Gemüse und Fleisch um ihr Überleben gekämpft. Es war ein sehr lustiger Tagespunkt und wir haben uns alle sehr amüsiert.

Um unsere Kreativität noch ein bisschen mehr zu beanspruchen, haben wir außerdem Jutebeutel bemalt. Dabei entstanden wirklich bemerkenswerte Motive, von denen eins voraussichtlich unsere Jahrgangs-FÖJ-Pulli zieren wird. 

Bei diesem Seminar haben wir viel gekocht, denn es gab meisten sowohl mittags als auch nachmittags warmes Essen. An einem Abend haben wir es sogar geschafft, alle gemeinsam zu kochen. Es gab Wareniki, ein ukrainisches Nationalgericht, das aus gefüllten Teigtaschen besteht. Es hat viel Spaß gemacht, allen dabei zuzusehen zu versuchen, so viel Kartoffelpüree oder Pilze wie nur irgendwie möglich in die kleinen Taschen zu stopfen, ohne dass sie platzen. Danach waren wir fast alle von oben mit untern mit Mehl eingestaubt, sodass man wirklich gesehen hat, wie hart wir gearbeitet haben! 

Nach diesem Seminar haben wir uns wieder auf in die Großstadt Kiel gemacht, die nach den fünf Tagen auf dem Land wirklich groß wirkte! Das nächste Seminar werden wir nicht auf dem Land verbringen, da wir für eine Woche in See stechen und auf der Ostsee segeln werden. Wir sind beide gespannt, wie oft wir uns den Kopf stoßen werden und wer als erstes seekrank wird.  

Offentliggjort den: 29.01.2018

Es war einmal...

... in einem dunklen, stickigem Raum in einem großen Haus auf einer Insel. Draußen peitschte der Wind, doch hier drinnen war es immer schön warm. Der Ort an dem wir uns befinden ist unser Zuhause und unser Friedhof zu gleich. "Wir" sind meine 231 Geschwister und ich, wir sind uns alle so ähnlich, dass wir immer für 231linge gehalten werden. Denn wir wiegen alle 15kg, haben eine schlanke, schlauchförmige Figur und ins unserer Brust schlagen die gleichen Pellets.

Zusammen würden wir den ganzen Platz in diesem kleinen Raum einnehmen, wäre da nicht der Trichter. Der Trichter ist unser schlimmster Albtraum, denn ab und zu, zu unbestimmter Zeit kommen zwei riesige Monster mit scharfen Messern und Schaufeln. Sie packen viele von uns, werfen sie in den Trichter, das letzte was wir von unseren Geschwistern hören ist das Reißen ihrer Plastikhülle und wie die Pellets aus ihnen hinaus fließen. Doch das schlimmste sind ihre leeren Hüllen aus dem Trichter hinausfliegen zu sehen und das rasselnde Geräusch der Schnecke, dass die Pallets in merkwürdige Schläuche leitet. 

Ganz hinten haben wir einst einen alten der Unsrigen getroffen, er erzählte uns, dass immer neue von uns hergebracht würden, ganze Massen von Ihnen und das keiner außer ihm bis jetzt überlebt hätte. 

So lebten wir weiter in diesem kleinen Raum, umgeben von unseren Brüdern und Schwestern, immer in Furcht vor dem Geräusch des Türschlosses und den beiden riesigen Monster.

 

Edit: FÖJler-Perspektive: Heute haben wir wieder ganz viele Pelletsäcke geschleppt, in den Trichter gehieft und die Heizung wieder zum Laufen gebracht.

Offentliggjort den: 25.01.2018

Polarfuchs

Ausblick vom Polarfuchs
Gemessene Daten
Die Messstationen in der Kieler Förde

Jeweils um eine Woche versetzt waren Selma und Mirjam mit dem Polarfuchs auf "Forschungstour" entlang der Kieler Förde unterwegs. Renate Schütt, eine Mitarbeiterin des Geomars, hat uns beide jeweils für einen Vormittag mitgenommen und uns die Welt der Ozeanforschung näher gebracht. 

Der Treffpunkt war vor dem Geomar, am Liegeplatz des Polarfuchses. Nachdem alle eingetroffen und alle Materialien an Bord waren, ging es auch schon los. An insgesamt 5 Stationen in der Kieler Förde haben wir Wasserproben bzw. Nährstoffproben entnommen. Gemessen wurden Sichttiefe und Tiefe, pH-Wert, Salz- und Sauerstoffgehalt. Teilweise lief dies ganz automatisch über einen Behälter mit Sensoren, der ins Wasser gelassen wurde und die gemessenen Datensätze an den Computer an Bord übertragen hat. Diese Daten konnten wir dann aufnehmen und abspeichern, damit sie später ausgewertet und verwendet werden können. 
Zum anderen mussten wir aber auch per Hand Wasserproben nehmen. Hier kamen wir ins Spiel. Um die Wasserproben zu entnehmen, müssen bestimmte Abläufe eingehalten werden, damit die Proben nicht verunreinigt werden. Unsere Aufgabe war es, das entnommene Wasser mit einer Spritze durch einen Filter zu drücke und in einen mit Ort und Datum beschrifteten Behälter zu füllen. Von jedem Standort wurden zwei dieser Wasserproben entnommen, falls eine der Proben beispielsweise aufgrund von Verschmutzung nicht verwendbar ist. 

Die gesammelten Ergebnisse sind öffentlich zugänglich und sollen die Entwicklung der Wasserqualität und der Nährstoffgehalte in der Kieler Förde dokumentieren. Trotz gefrorener Finger und Füße und roter Nase war es eine tolle Erfahrung, auf einem Forschungsschiff mitfahren zu dürfen. Es war interessant, einen anderen Arbeitsplatz und das wissenschaftliche Arbeiten kennenzulernen und auch selber mit anpacken zu können!

Offentliggjort den: 04.12.2017

Zweites FÖJ-Seminar in Glücksburg

Der Ernergiepark Artefact in Glücksburg
Lagerfeuer am letzten Abend
Selbstgebastelte, klimafreundliche Autos

In der zweiten Novemberwoche haben wir unser zweites FÖJ-Seminar diesen Jahres absolviert. Bei artefact in Glücksburg an der Ostsee kamen wir, insgesamt dreißig FÖJler aus Kiel und direkter Umgebung, zusammen, um uns mit dem Thema "Klima und Energie" zu beschäftigen. Die Tage waren sehr informativ und abwechslungsreich gestaltet. Sogar das Wetter hat mitgespielt, es konnte also nur gut werden.

Das Haupthaus, in dem wir FÖJler untergebracht waren, ist ein großes Lehmhaus mit einem großzügigen Seminarraum und einem Essenssaal, indem wir alle gemeinsam essen konnten. Das restliche Gelände bestand aus dem "PowerPark" und vereinzelten Gebäuden, wie dem Afrika Haus, in dem wir am letzten Abend ohne Strom gekocht haben.

In dem "PowerPark" waren verschiedene Stationen aufgebaut, die alle zur Bildung eines Bewusstseins für Energie und unseren alltäglichen Energieverbrauch beitragen.Nach diesem Prinzip sind auch die Gebäude gebaut. Das, indem wir untergebracht waren, bestanden aus Lehm und gedämmt wurde mit Seegras. Die Lokation passte also bestens zu dem von uns FÖJlern gewählten Thema.

Das Seminar war nicht nur sehr informativ, sondern auch eine sehr gute Möglichkeit für uns FÖJler, uns gegenseitig besser kennen zu lernen. Denn auf dem Einführungsseminar war es allein aufgrund der Menge an Freiwilligen schwer, die anderen näher kennen zu lernen, bzw. überhaupt genau zu wissen, wer eigentlich zu welcher Seminargruppe gehört. In diesem kleineren Kreis der Seminargruppe hatten wir auf diesem Seminar genügend Zeit für Gemeinschaftsspiele, gemeinsames Kochen und gemütliches Beisammensein. 

Die Inhalte der Woche gingen von erneuerbaren Energien über internationale Klimapolitik (und zugehörige mehr oder weniger erfolgreiche Verhandlungsversuche beim Erstellen eines Klimaabkommens innerhalb eines Planspiels), den Klimawandel und dem Bau von eigenen kleinen Autos aus so unschädlichen Materialien wie möglich bis hin zu der großen Frage, was wir selbst für ein klimafreundlicheres Leben tun können.

Die Methoden waren vielseitig, so haben wir in Kleingruppen Themen erarbeitet und diskutiert, eine Podiumsdiskussion durchgeführt, uns einen Vortrag des Vereins Klimapakt angehört und eine Befragung in der Flensburger Innenstadt durchgeführt. Uns wurde also nicht langweilig! 

Das Essen wurde bei diesem Seminar von uns selbst organisiert und zubereitet. Es gab immer genügend helfende Hände, es gab immer jede Menge Kartoffeln zu waschen, Gemüse zu schnippeln und Tische zu decken. An letzten Abend haben es sogar geschafft, ohne Strom zu kochen. Dafür durften wir den Lehmofen von artefact benutzen. Es kam ein sehr leckerer Kürbis-Süßkartoffel-Eintopf dabei raus und alle waren begeistert, was man ohne Strom so alles auf die Beine stellen kann! 

Die Woche war vielseitig und bereichernd, wir freuen uns schon auf die nächsten Seminare! 

Offentliggjort den: 06.11.2017

Eine Woche Lotseninsel

Neben unseren regelmäßigen Tagesbesuchen haben wir Anfang Oktober eine längere Zeit auf der Lotseninsel Schleimünde verbracht. Selma reiste bereits für das Wochenende an, um in der Giftbude als Kellnerin auszuhelfen, was super viel Spaß gemacht hat! Die internationale Zusammensetzung des Teams lässt eine lustige und interessante Atmosphäre entstehen. Auch, dass die Arbeitssprache Englisch ist, machte den Aufenthalt aufregend und herausfordernd. Am Montag nach diesem doch relativ arbeitslastigem Wochenende kam auch Mirjam auf die Insel und gemeinsam haben wir einige Sachen im Haus und im Garten erledigt. Es gibt immer unglaublich viel auf der Insel zu tun. Also haben wir alle Feuerlöscher, die ausgetauscht werden mussten, aufgehängt, die Werkstatt (endlich) aufgeräumt, Bilder an Wände gedübelt und ein wenig Rosen geschnitten. Aber am meisten haben wir die wunderschöne Insel und alles, was sie zu bieten hat, genossen! Obwohl die Insel sehr klein ist, kann man hier wunderbar seine Zeit verbringen. Ein gutes Buch sollte man aber immer im Gepäck haben. Glücklicher Weise wurden wir noch von der Giftbude mit sehr leckerem Essen versorgt, bei unserem nächsten Aufenthalt werden wir uns selbst versorgen müssen. 

Ein weiteres großes Projekt war, eines der Hochbeete abzureißen, um Platz für ein Gewächshaus zu schaffen, das dieses Jahr noch gebaut werden soll. Mit viel Kraft und danach ziemlichem Muskelkater in den Schultern (und auch sonst überall) hat Selma mit Jörg in einer zwei-Tages-Aktion das Beet erst ausgehoben und dann platt gemacht. Nun ist genügend Platz für das anstehende Projekt! Wie man sieht, ist auf der Insel wirklich immer etwas los, auch wenn es momentan eher organisatorische oder gartentechnische Dinge sind. Hier wird einem nie langweilig, denn allein der wunderschöne Blick auf die offene Ostsee oder die Schlei von jedem Fenster des Hauses oder vom Strand aus, ist unübertrefflich! 

Offentliggjort den: 06.10.2017

FÖJ-Auschuss

Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland Deutschlands, das das FÖJ durch einen Ausschuss organisiert, der sich aus Vertretern verschiedener Ministerien, den beiden Trägern des FÖJs in Schleswig-Holstein (Koppelsberg und Wattenmeer) und den Sprechern der FÖJler zusammensetzt. Dieser Ausschuss entscheidet über die Anerkennung von Einsatzstellen, die Verteilung der Bewerber auf die Einsatzstellen und vieles mehr. Bei der finanziellen Ausstattung des FÖJs hat der Ausschuss allerdings kein Mitspracherecht, denn das ist Landes - und Bundesangelegenheit.

Das erste Sprechertreffen hat am 19. September in Kiel stattgefunden und Selma hat daran teilgenommen. Zur Vorbereitung haben sich alle SprecherInnen am Tag zuvor auf dem Koppelsberg getroffen, um unter anderem die Ausschusssitzung vorzubereiten. Im Ausschuss gibt es insgesamt sechs Stimmen, eine davon gehört den FÖJlern. Da wir aber sechs AusschusssprecherInnen sind, müssen wir uns zuvor abstimmen, wie wir zu einem Punkt stehen, um während der eigentlichen Ausschusssitzung keine Diskussionen zu beginnen. Während des Ausschusses wird eher wenig diskutiert, nur noch offene Fragen geklärt. Schnell kommt es daher immer zur Abstimmung. Bei dieser Sitzung ging es um die Anerkennung neuer Einsatzstellen für das FÖJ und die Anerkennung der Reduktion von Kosten für ausländische Einsatzstellen, die die Kosten für die FÖJler nicht mehr tragen können. Beim Sprechertreffen wurde außerdem von den restlichen Sprechern, die nicht am Ausschuss teilnahmen, Ideen für Projekte und Aktionen gesammelt, die im kommenden Jahr laufen sollen. 

Es war ein interessanter Einblick, worauf geachtet wird, wenn Einsatzstellen ausgesucht werden. Natürlich ist es schwierig zu beurteilen, ob eine Einsatzstelle geeignet ist, um einen FÖJler aufzunehmen, denn dies kann man nur im Nachhinein beurteilen. Doch ausgehend von der Beschreibung der Einsatzstellen sieht es nach sinnvollen, attraktiven und interessanten Einsatzstellen aus. Wir sind alle gespannt, wie sie sich in die Reihe der anderen Einsatzstellen nächstes Jahr einordnen.

Es ist eine außergewöhnliche Möglichkeit für FÖJler, sich auf Landesebene in einem solchen Ausschuss engagieren zu können. Wir sind gespannt, was im Verlauf dieses Jahres noch alles im Ausschuss geschehen wird! 

Offentliggjort den: 19.09.2017

Einführungsseminar auf dem Koppelsberg

Das Haupthaus des Koppelsbergs

Das erste von insgesamt fünf Seminaren, die wir in unserem einjährigen Freiwilligendienst absolvieren werden, fand (wie jedes Jahr) auf dem Gelände des Koppelbergs direkt am Plöner See statt. Das Besondere an diesem Seminar war, dass hier alle FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) und ÖBFDler (Ökologischer Bundesfreiwilligendienst) aus ganz Schleswig-Holstein zusammen kamen, was eine Menschenmasse von knapp 170 jungen Leuten ergab. Das ist zu anfangs ganz schön überwältigend, denn für uns drei waren ungefähr 167 von diesen Gesichtern fremd, da wir sonst noch niemanden kannten. Der Versuch, sich mit vielen Leuten zu unterhalten, ihre Namen und Einsatzstellen im Gedächtnis zu behalten, gelang nicht immer und im Endeffekt hat man jeden drei mal nach seinem Namen gefragt. Diese Herausforderung wurde uns durch ein wenig erleichtert, indem die 170 Anwesenden in fünf Seminargruppen unterteilt wurden, die in diesen Gruppen die nächsten Seminare absolvieren werden. Wir drei gehören zur gelben Seminargruppe, die alle FÖJler aus Kiel und näherer Umgebung umfasst. In diesen Seminargruppen haben wir uns jeden Tag getroffen, um Kennenlernspiele und die beliebten Energizer zu spielen, damit wir miteinander ein wenig warm werden. In unserer Seminargruppe haben wir aber auch thematische Inhalte besprochen, denn das erste Seminar stand unter dem Titel "Wem gehört die Welt?". Hierüber haben wir uns ausgetauscht und viel diskutiert. Außerdem haben wir festgelegt, wer die nächsten Seminare organisieren wird, denn nur das erste Seminar wurde für uns vom Koppelsberg und ehemaligen FÖJlern organisiert. Die nächsten Seminare werden dann von uns FÖJlern selbst organisiert. Das nächste Seminar wird Anfang November im Energiepark "Artefact" in Glücksburg stattfinden, hier wird Selma mithelfen. Das darauf folgenden Seminar wird von Mirjam und Yaaroub unterstützt und wird auf einem Bauernhof an der Schlei stattfinden. Ein anderer Beschluss, der innerhalb der Seminargruppe gefasst wurde, war die Wahl der SprecherInnen der Gruppe. Es gibt mehrere Sprecher, die sich in Gremien betreffend des FÖJs einbringen können. Eines dieser Gremien ist der FÖJ-Auschuss, der über die Anerkennung von neuen FÖJ-Stellen, Konzepte und andere Dinge in Schleswig-Holstein berät und entscheidet. Er besteht aus Abgeordneten der verschiedenen Ministerien, die mit dem FÖJ in Berührung sind, dem Koppelsberg und auch einem Sprecher/einer Sprecherin aus jeder Seminargruppe. Die Auschusssprecherin für die Gelbe Gruppe ist Selma geworden und sie wird am 20.09.2017 am ersten Auschusstreffen mitwirken. Mehr dazu bald! 

Einen tieferen thematischen Einstieg in das Thema "Wem gehört die Welt?" haben wir in Workshops, die wir zuvor gewählt hatten, erhalten. Mirjam und Selma haben am Workshop "Aktionsformen" teilgenommen und viel über die Bandbreite von Aktionsformen gelernt und auch eigene kleinere Aktionen auf die Beine gestellt. Yaaroub hat am Workshop "Musik" teilgenommen und schöne Musik am Präsentationsabend vorgetragen. An diesem Abend haben auch alle anderen Workshops ihre Ergebnisse präsentiert und bei allen ist etwas Besonderes rausgekommen. 

Mit vielen neuen Erkenntnissen, Erfahrungen und einer Menge neuer Kontakte in Kiel sind wir am Ende der fünf Tage leicht müde wieder nach Hause gefahren. Nun konnte unser FÖJ richtig beginnen!

Offentliggjort den: 28.08.2017

Küstenwächterfreizeit

Das Segelschiff "Providentia"

Die Küstenwächterfreizeit ist eine Kinder- und Jugenfreizeit, die für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren angeboten wird. Dabei verbringen Gruppen der Größe von ca. 12 Kindern mit meist zwei oder drei Betreuern drei Tage auf der Lotseninsel und drei Tage auf dem Segelschiff Providentia der Ostseeschule Flensburg. Diese Freizeit verfolgt das Ziel, Kinder mehr über das Thema der nachhaltigen Entwicklung aufzuklären und ihnen viele verschiedene Aspekte näher zu bringen, wie z.B. Klimaerwärmung, ökologischer Fußabdruck, Vegetarismus, Plastik im Meer und vieles mehr. Mirjam und Selma haben jeweils eine von insgesamt sechs Fahrten begleitet und viel im Umgang mit Kindern, aber auch viel über das Segeln und die Lotseninsel gelernt.

Die Verpflegung war komplett vegetarisch und es wurde auf eine saisonale und regionale Kost geachtet. Dies war für die meisten Kinder (und auch teilweise für die Betreuer) eine Umstellung, die nicht bei jedem gut ankam, die aber jeder ausprobiert hat. Ob nun Kinder oder auch Betreuer zu Vegetariern konvertiert wurden, bleibt offen, aber alle haben mehr darüber erfahren, worunter unser blauer Planet leidet und was jeder von uns besser machen kann. In der freien Zeit haben wir viel mit den Kindern gespielt, gekeschert (immer sehr beliebt!), die Füße ins Wasser gehalten und die Orte, an denen wir mit dem Schiff angelegt haben oder die Lotseninsel erkundet. Die sechs Tage dieser Freizeit waren also sehr abwechslungsreich und spannend, nicht nur für die Kinder!

Da dieses Projekt dieses Jahr auslief, gab es ein sehr gelungenes Abschlussfest, zu dem die Kinder mit ihren Eltern auf die Lotseninsel eingeladen wurden. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die beiden Jahre des Projekts nochmal in Erinnerung gerufen. Mit Bildern, die angehängt wurden, konnten die Eltern einen Eindruck von der Zeit, die ihre Kinder auf der Insel und dem Segelschiff erlebt haben, gewinnen und waren sehr angetan. Die Küstenwächterfreizeit war ein schöne Projekt für die Kinder und auch für alle anderen, die daran beteiligt waren. 

Offentliggjort den: 07.08.2017

Lotseninsel

Die Lotseninsel Schleimünde ist eine Halbinsel, die sich and der Mündung der Schlei in die Ostsee befindet. Diese Halbinsel ist vom Festland durch ein Naturschutzgebiet, das vom Verein Jordsand betreut wird, getrennt und kann deshalb nur mit einem Boot oder der Fähre erreicht werden. Das macht die Lotseninsel zur Insel. 

Wie der Name schon sagt, war die Lotseninsel früher mal von Lotsen bewohnt, die Schiffe auf der Ostsee in Empfang genommen haben und durch die Schlei manövrierten. Die Schlei ist nämlich nicht überall gleich tief, was die Fahrt auf ihr erschwert. Mittlerweile haben die Schiffe allerdings ihre eigenen Lotsen, die sich gut genug auskennen und die Schlei ist keine relevante Handelsroute mehr, weshalb die Insel nicht mehr von Lotsen genutzt wird. Die Lighthouse Foundation hat die Lotseninsel 2008 erworben und ist seitdem sehr aktiv dabei, diesen öffentlichen Raum für die Besucher der Insel ansprechend zu gestalten und auch die Ansatzpunkte der Stiftung zu vermitteln. So gibt es beispielsweise einige Ausstellungen zum Thema Ökologie und Ozeane auf der Insel und auch die Giftbude (das Restaurant auf der Insel) wird nur mit biologisch angebauten und frischen Waren aus der Region betrieben.

Die Insel ist ein wunderschöner Ort. Aber wer schön sein will muss leiden... oder so ähnlich. Es steckt sehr viel Arbeit in diesem knappen Hektar Land. Es ist ein Ort voller Arbeit. Somit sind wir momentan mehr als einmal wöchentlich auf der Insel, um vor allem hausmeisterlichen Tätigkeiten nachzukommen, wie Ware anzuliefern (mit dem stiftungseigenen Boot Balu), Dinge zu reparieren wie beispielsweise ein zusammengebrochenes Hochbeet oder Veranstaltungen organisieren und durchführen, wie das Abschlussfest der Küstenwächterfreizeit. Auf der Insel gibt es immer etwas zu tun und uns wird dort nie langweilig! Außerdem ist es immer ein schöner Ausflug mit viel guter Meeresluft und tollen Menschen. Der Spaß kommt nicht zu kurz, denn zu dritt die Inneneinrichtung von Schuppen Nr. 5 auseinander zu nehmen oder spontan einen riesigen Kühlschrank zu transportieren klingt nicht nur komisch. Wenn es morgens heißt: "Wir fahren auf die Insel!" dann ist klar: es wird ein langer, anstrengender Tag voller kleiner spontaner Abenteuer. Denn wer sagt nicht gerne am Ende eines Tages, dass man gerade einen Arbeitstag auf einer schönen Insel hatte? 

Offentliggjort den: 01.08.2017

Unsere Arbeit in der Stiftung

Einen großen Teil unserer Zeit verbringen wir im Büro der Lighthouse Foundation. Die Stiftung sitzt in Holtenau, einem Stadteil von Kiel, direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Es ist gut mit dem Fahrrad (dafür fährt man jedes Mal mit einer kleinen Fähre direkt hinter der Schleuse über den Kanal), aber auch mit dem Bus ist es gut zu erreichen. Bei zu starkem Regen oder Wind wählt man vielleicht doch besser mal letzteres...(Gute Wahl Selma!).

Im Büro haben wir FÖJler zusammen ein Büro, es gibt eine kleine Küche, Büros für die Mitarbeiter der Stiftung, Computer für alle und einen großen Tisch für gemeinsame Besprechungen zu denen auch oft Besucher oder andere Gäste kommen.

Wenn wir hier in der Stiftung arbeiten, geht es um unterschiedliche Aufgaben. Das geht von Texte schreiben über Speisekarten designen und Konzepte entwickeln bis hin zu Events organisieren. Alles in sehr eigenständiger Arbeit, wodurch eigene Ideen gut verwirklicht werden können. Wer sich langweilt ist selber Schuld, denn es gibt immer etwas was sich finden lässt. Aber kommt niemals auf die Idee fragen zu können was ihr tun könnt...

Die drei festen Bestandteile der Stiftung Jens, Jörg und Andrea stehen mit Rat und Tat zur Seite. Es herrscht immer eine angenehme und freundliche Atmosphäre. 

Offentliggjort den: 01.08.2018

Die Stiftung

Die Lighthouse Foundation wurde als gemeinnützige Stiftung im Jahre 2000 mit Sitz in Hamburg gegründet. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Lehre, Kultur, des Umweltgedankens und der nachhaltigen Entwicklung in Bezug auf die Meere und Ozeane dieser Welt.

Durch eine Initiative der Hamburger Wissenschaft wurde ein Stiftungskapital von 25 Mio. Euro in die Lighthouse Foundation eingebracht, dessen Erträge die Stiftung finanzieren. Die Stiftung ist primär fördernd tätig, steht aber immer in engem Kontakt mit den geförderten Projekten.

 

Warum eine Stiftung für die Meere und Ozeane?

Der Mensch steht seit tausenden von Jahren im Austausch mit dem Meer. Sogar das Leben soll dort seinen Ursprung haben. Das Meer liefert uns Nahrung und Rohstoffe. Auch das Meiste des wichtigen Sauerstoffs wird hier produziert.

Wie wichtig das Meer für unsere schützende Atmosphäre und das Klima ist, wird uns zunehmend bewusst. Der schnell ansteigende Meeresspiegel und die immer stärker werdendenWirbelstürme und Naturkatastrophen sind ein unübersehbares Zeichen.

 

Warum ein Leuchtturm?

Leuchttürme sind die von Menschen errichteten Wahrzeichen der Meere. Sie erregen Aufmerksamkeit und wecken Neugier. Sie sind positionsbestimmend und richtungsweisend - weit über ihren Standort hinaus.

Genau das sind die Eigenschaften der Stiftung.

Offentliggjort den: 01.08.2017

Bewerbung für ein FÖJ in Schleswig-Holstein

Du hast Lust, ein FÖJ bei der Lighthouse Foundation zu machen? Dann gibt es hier ein paar Infos zur Bewerbung: 

Das FÖJ wird von Bundesland zu Bundesland anders organisiert. Hier in Schleswig-Holstein läuft alles über zwei Träger. Das Jugendpfarramt in der Nordkirche in Plön am Koppelsberg (jeder sagt der einfachheitshalber Koppelsberg) und das FÖJ Wattenmeer in Husum. Auf deren Seiten findest du auch die Stellenbeschreibungen für die Einsatzstellen. Auf der vom Koppelsberg kannst du die der Lighthouse Foundation finden.

An diesen Träger schickst du ab Oktober dann auch deine Bewerbung über ein online Formular bis zum 28.02.2018. Dabei kannst du auch bei den drei Wunscheinsatzstellen deiner Bewerbung auf der Seite vom Wattenmeer auch Einsatzstellen vom Koppelsberg angeben und andersrum. Du muss also keine Bewerbung an die Einsatzstelle schicken.

Anschließend bekommst du vom Träger einen Brief mit zwei oder drei Einsatzstellen bei denen du dich vorstellen kannst. Um den Termin musst du dich jedoch selber kümmern. Die Notwendigkeit für selbstständiges Arbeiten wird sich das ganze Jahr über durchziehen. Bei dem Angebot für mögliche Einsatzstellen werden deine Wünsche berücksichtigt aber auch deine Interessen und Qualifikationen mit einbezogen.

Nach den Vorstellungsgesprächen musst du deine Einsatzstellen bei denen du dich vorgestellt hast priorisieren und dem Träger zurückschicken. Währenddessen erstellen auch die Einsatzstelle eine Prioritätenliste und schicken diese ebenfalls dem Träger.

Die endgültige Entscheidung, wer welcher Einsatzstelle zugeteilt wird, entschiedet ebenfalls der Träger.

 

Viel Spaß beim bewerben und viel Glück! 

 

Hier noch ein paar nützliche Infos, am besten einfach durch die Seiten klicken:

Wichtig zu wissen -- Noch mehr Infos -- Bewerbung und Formulare -- Vorraussetzungen